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Die Schlehe blüht als eine der ersten, lange bevor sich ihre Blätter entwickeln und ihre dunkelblauen Früchte werden erst genießbar, wenn sie ordentlich Frost abbekommen haben. Diese Signatur veranlasste die anthroposophische Medizin dazu, aus den Schlehenfrüchten eine spezielle Arznei zu entwickeln.
Eine Pflanze, die sozusagen die Kräfte einer besonders langen Vegetationsperiode aufnehmen konnte, kann man für Zustände nutzen, wo der Mensch besondere Kraft braucht: Schwächezustände, Rekonvaleszenz, Frauen in der Schwangerschaft, nach der Geburt und in der Stillperiode und blässliche, ständig müde Kinder. So wie alles Wildfrüchte enthalten die Schlehen neben Säuren und Vitaminen heilkräftige Farbstoffe, aber auch viele Gerbstoffe. Diese verleihen den Früchten nicht nur ihren herben Charakter, sondern wirken auch günstig bei leichten Durchfall. Übrigens kann man von der Schlehe auch die Blüten ernten, der Tee aus ihnen ist im Gegensatz zu den Früchten darmmobilisierend.
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